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Javiera Gómez

Bundesfreiwilligendienst in Gefahr: Fehlende Finanzierung bedroht den nächsten Jahrgang

Das Foto zeigt eine Gruppe junger Menschen, die einem Vortrag zuhören.
Bildnachweis: AWO Bundesverband e. V.

Die Zukunft des Bundesfreiwilligendienstes (BFD) ist ungewiss. Aufgrund fehlender finanzieller Sicherheiten für das Haushaltsjahr 2026 können die Platzkontingente für den nächsten Jahrgang nicht garantiert werden. Dies hat direkte Auswirkungen auf den Jahrgang, der im September 2025 startet und bis August 2026 läuft.

Als Träger und Vermittlungsstelle steht die AWO vor der Herausforderung, dass kaum noch neue Verträge für diesen Zeitraum abgeschlossen werden können. Interessierte, die sich engagieren möchten, müssen abgewiesen werden – obwohl die Nachfrage nach einem Freiwilligendienst sowohl im BFD als auch im FSJ bereits seit Monaten deutlich höher ist als in den Vorjahren.

Der Bundesfreiwilligendienst wurde 2011 als Ersatz für den Zivildienst geschaffen und bietet seither wertvolle Unterstützung in sozialen, ökologischen und kulturellen Bereichen sowie im Katastrophenschutz. Er stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt und fördert lebenslanges Lernen. 2024 engagierten sich rund 34.000 Menschen und leisteten damit einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft.

Abschließend warnt auch Oliver Bürgel, Landesgeschäftsführer der AWO, vor den Konsequenzen: “Die Situation wird zusätzlich verschärft, da Berlin ab dem kommenden Schuljahr ein 11. Pflichtschuljahr einführt. Ein Freiwilligendienst kann dieses ersetzen, weshalb mit einem weiteren Anstieg der Bewerbungen zu rechnen ist. Doch ohne verlässliche Mittel für 2026 droht der nächste Jahrgang auszubleiben „

Die drohende Finanzierungslücke stellt nicht nur die Zukunft vieler Freiwilliger infrage, sondern gefährdet auch die wertvolle Unterstützung sozialer Einrichtungen, die auf ihr Engagement angewiesen sind. Daher braucht es jetzt eine schnelle Lösung und verlässliche Planungssicherheit seitens der Politik.