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Markus Galle

ver.di und Berliner Arbeiterwohlfahrt kündigen Proteste gegen Kürzungen an

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und die Berliner Arbeiterwohlfahrt (AWO) kündigen gemeinsame Proteste gegen die Kürzungen in Berlin sowie ein Bündnis für die Gleichbehandlung der Arbeit bei freien Trägern und für eine soziale und weltoffene Stadt an. Bei der AWO in Berlin und ihren Mitglieds-organisationen sind ca. 8.500 Menschen beschäftigt.

AWO Landesverband Berlin e. V. // Saskia Krumbholz

Seit Jahren setzen sich die Tarifpartner für die Gleichbehandlung der Mitarbeitenden freier Träger durch den Senat ein. Zuletzt hatten ver.di und die Berliner AWO gemeinsam, auf Grundlage der schriftlichen Refinanzierungszusage durch den Senat, die Übernahme der sog. Hauptstadtzulage in Höhe von 150 € monatlich für die Beschäftigten der Berliner AWO tarifvertraglich vereinbart. Aufgrund des Wortbruchs des Senats zur Refinanzierung der Hauptstadtzulage für freie Träger musste die Berliner AWO diese Vereinbarung nun aufkündigen.

 

Damit nicht genug: Durch die Kürzungen des Senats stehen zahlreiche, für die Stadtgesellschaft enorm wichtige Projekte vor dem Aus. So muss aufgrund der Kürzungen des Senates beispielsweise das Projekt IsA-K, ein Beratungs- und Beschäftigungsangebot der Berliner AWO für straffällige Frauen, in Teilen schließen. Sophie Achner aus dem Projekt erklärt dazu: „Neben den persönlichen Folgen für uns Mitarbeiterinnen und unsere Klientinnen im Osten der Stadt, muss durch unser Beispiel die Absurdität der Berliner Sparpolitik für alle offensichtlich sein. Unsere Stadt zahlt am Ende ein Vielfaches an Haftunterbringung unserer Klientinnen drauf.“

 

Der stellvertretende ver.di Landesbezirksleiter Berlin-Brandenburg Benjamin Roscher erklärt dazu: „Mit den Kürzungen in der Sozial- und Bildungsinfrastruktur gefährdet der Senat den sozialen Zusammenhalt und die Zukunftschancen unserer Stadt. Mit dem Wortbruch zur Hauptstadtzulage verspielt der Senat das Vertrauen von 100.000 Beschäftigten bei freien Trägern. Wir sind froh mit der Berliner AWO einen starken Akteur in unserem Widerstand gegen diesen Irrsinn und unserem Kampf für die Gleichbehandlung der Arbeit bei freien Trägern an unserer Seite zu haben.“

 

Der Landesgeschäftsführer der Berliner AWO, Oliver Bürgel, erklärt:

„Die Kürzungen im Sozialbereich werden zu spürbaren Angebotseinschränkungen und in wenigen Jahren zu hohen Folgekosten für alle Menschen in Berlin führen. Weitere Sparmaßnahmen werden vor allem Kinder, Familien, Wohnungslose, Senioren oder Alleinerziehende hart treffen. Als berlinweiter Träger u. a. von Kitas, Jugend-einrichtungen, Hortplätzen und Seniorenangeboten schauen wir darauf mit großer Sorge. Der Ernst der Lage scheint jedoch noch nicht überall angekommen zu sein. Wie sonst ist es zu erklären, dass ausgabenseitig offenbar nichts undenkbar und einnahmenseitig nichts vorstellbar ist?“

  • Markus Galle
    Leiter Stabsstelle Kommunikation & Pressesprecher

     

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